Zwischen Zürich und dem Golf scheitert es selten am Markt.
Du hast Kunden in einer zweiten Region, vielleicht schon einen Partner vor Ort. Die Nachfrage ist da, das Angebot passt. Trotzdem steht das Projekt seit Monaten, weil eine Bewilligung an einem Dokument hängt, das in der falschen Form vorliegt. Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Analyse-Gespräch buchenDer Engpass liegt fast nie dort, wo man ihn sucht.
Unternehmen bereiten den Markt vor: Kunden, Preise, Wettbewerb, Team. Was sie unterschätzen, ist die Mechanik davor. Welche Rechtsform darf in diesem Emirat überhaupt welche Tätigkeit ausüben. Wer muss Anteile halten, damit eine Lizenz erteilt wird. Welche Unterlagen aus der Schweiz werden vor Ort anerkannt, und in welcher Form.
Ein Beispiel, das wir häufig sehen: Handelsregisterauszug, Statuten und Vollmachten müssen für den Gebrauch am Golf beglaubigt und konsularisch legalisiert werden, weil das Haager Apostillenübereinkommen dort nicht überall gilt. Diese Kette läuft über Notariat, Kanton, Bund und Konsulat. Wer sie erst startet, wenn die Lizenzstelle danach fragt, verliert Wochen, und zwar mitten im Projekt.
Die zweite Bruchstelle: das Heimatland. Wer von Deutschland aus in die Schweiz zieht und gleichzeitig eine Gesellschaft am Golf aufbaut, hat drei Rechtsordnungen gleichzeitig am Hals. Meistens ist es nicht das Zielland, das Probleme macht, sondern das, was zu Hause offen geblieben ist.
Als Ausgangspunkt funktioniert sie gut, als Briefkasten nicht.
Schweizer Gesellschaften werden international problemlos akzeptiert. Doppelbesteuerungsabkommen, ein funktionierendes Handelsregister und Banken, die international arbeiten, machen sie zu einer brauchbaren Basis für Beteiligungen in mehreren Ländern.
Die Kehrseite: Substanz wird geprüft. Ein Sitz ohne Personal, ohne Entscheidungen vor Ort und ohne zeichnungsberechtigte Person mit Wohnsitz in der Schweiz hält weder der Bank noch einer ausländischen Steuerbehörde stand. Wir sagen dir früh, welche Substanz dein Modell braucht, damit es später nicht aufgerollt wird.
Die Region belohnt Vorbereitung und bestraft Eile.
Katar, die Emirate, Saudi-Arabien: unterschiedliche Regelwerke, unterschiedliche Geschwindigkeiten, unterschiedliche Erwartungen an persönliche Präsenz. Freizone oder Festland ist die erste Weiche und entscheidet darüber, an wen du verkaufen darfst und wer Anteile halten muss.
Delal führt eine eigene Gesellschaft in Katar. Wir kennen die Abläufe deshalb nicht aus Länderberichten, sondern aus der eigenen Ablage: welche Behörde welchen Nachweis will, wie lange eine Lizenz tatsächlich braucht, und an welcher Stelle ein Termin vor Ort mehr bewegt als zehn E-Mails.
Vor Ort arbeiten wir mit Anwälten und Beratern aus unserem Netzwerk, die die Verfahren führen. Wir strukturieren, koordinieren und übersetzen zwischen den Beteiligten.
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge.
Erstens, Standortentscheid. Wir stellen zwei bis drei realistische Jurisdiktionen gegenüber, mit dem, was sie an Aufwand, Präsenz und Zeit tatsächlich verlangen. Steuerliche Fragen beurteilt der Steuerberater oder Treuhänder, wir holen ihn dafür an den Tisch.
Zweitens, Gesellschaft und Bewilligungen. Rechtsform, Kapital, Organe, Lizenzen. Dokumentenkette und Legalisation starten wir parallel, nicht danach.
Drittens, Bank. Kontoeröffnung, wirtschaftlich Berechtigte, Herkunft der Mittel. Wir bereiten die Unterlagen so vor, dass die Compliance-Abteilung die Struktur ohne Rückfragen nachvollziehen kann.
Viertens, Personal und Aufenthalt. Wer zieht um, welche Bewilligung braucht diese Person, und wie lange dauert sie. Bei Drittstaatsangehörigen in der Schweiz ist die Kontingentsfrage oft der eigentliche Zeitfaktor.
Delal Iscan-Stamate
Unternehmerfamilie, ab dem sechsten Lebensjahr im Betrieb. eine Big-Four-Gesellschaft, eine Wirtschaftskanzlei, Stuttgarter Notariat, Münchner Kanzlei. Nebenberufliches Rechtsstudium an einer eidgenössisch akkreditierten universitären Institution. Verwaltungsrätin und Head of Legal zweier IT-Unternehmen, eigene Gesellschaft in Katar, Netzwerk in Europa und im Nahen Osten.
Ich bin selbst von Deutschland in die Schweiz gezogen. Anmeldung, Bewilligung, Bank, Steuerbehörde: ich habe diese Reihenfolge einmal selbst durchlaufen, bevor ich sie für andere koordiniert habe. Ich bin Expertin für internationale Expansion und Strukturierung. Rechtsberatung erbringen die Anwälte in unserem Netzwerk.

Dreissig Minuten reichen für die erste Einordnung.
Sag uns, wo du hin willst und was bereits steht. Wir sagen dir, welche drei Schritte als Nächstes anstehen und welcher davon am längsten dauert.
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